Smaragdenten (Anas platyrhynchos f. domesticus)

Smaragdenten (Anas platyrhynchos f. domesticus)
Smaragdenten
(Anas platyrhynchos f. domesticus)

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Aussehen der Smaragdenten

Smaragdenten (Anas platyrhynchos f. domesticus) sind relativ kleine Enten. Sie bestechen durch einen intensiven metallischen smaragdgrünen Glanz, was ihnen auch ihren Namen gab. Smaragdenten kommen ursprünglich vom amerikanischen Kontinent. Woher genau, weiß man leider nicht. Die Smaragdenten haben einen länglichen Körper, der allseits gur abgerundet sein sollte. Smaragdenten zählen zu den etwas kleineren Entenrassen. Sie sind etwas kleiner als die Stockenenten und werden recht zutraulich. Im Alter bekommt das Gefieder der Smaragdenten, insbesondere der Weibchen, immer mehr weiße Flecken.

Da sie ein festes Gefieder haben, brauchen sie unbedingt Wasser zum Baden. Das kann ein Naturteich sein, aber auch größere Plasteteiche aus dem Baumarkt tun es. Hier gilt natürlich, je größer ein Teich ist, umso weniger Arbeit hat man damit. Plasteteiche braucht man erst gar nicht zu bepflanzen, da die Enten die Pflanzen eh nach kurzer Zeit erledigt haben.

Smaragdenten brüten noch gern selber und ziehen ihre Jungen mit großer Hingabe auf. Die Geschlechter erkennt man oft erst relativ spät. Der Erpel bekommt nach der Geschlechtsreife eine Schwanzlocke. Ausserdem ist der Schnabel des Erpels gelblich, während er beim Weibchen schwarz aussieht.

Smaragdenten fressen fast alles, was ihnen vor den Schnabel kommt. Sehr gern fressen sie diverse Wasserpflanzen. Meine Smaragdenten setzte ich in ein Gehege mit einem kleinem, aber schön mit Wasser- und Sumpfpflanzen bepflanzten Teich. Es dauerte nur wenige Wochen und von den Pflanzen war nichts mehr zu sehen. Außerdem gewähre ich meinen Smaragdenten Auslauf auf einer großen Wiese. Dort fressen sie allerlei Grünzeug, aber auch das ein oder andere Krabbeltier ist ein beliebter Snack für die Smaragdenten. Als es 2009 bei uns massenhaft Schnecken gab, räumten sie vorbildlich auf. Man braucht nicht unbedingt Laufenten zur Schneckenbekämpfung. Bei kleineren Smaragdenten sollte man aber etwas vorsichtig sein. In ihrer Fressgier kann es durchaus passieren, dass sie mal eine Schnecke verschlucken wollen, die ein bisschen zu groß ist. Das ist bis jetzt einmal bei mir vorgekommen. Da lief eine Ente im Garten rum und hat geröchelt. Ein bisschen den Hals vorn rauf und runtergestrichen und etwas Wasser gegeben und die Schnecke rutschte gar runter. Ein sehr beliebtes Futter, gerade für heranwachsende Smaragdenten sind Teichlinsen, oder auch Entengrütze genannt. Da sind meine heranwachsenden Smaragdenten immer ganz wild drauf. Mit der Geschlechtsreife legt sich das dann etwas.

Haltung der Smaragdenten

Smaragdenten brauchen ein Gehege, dass mindestens 15 - 20 m² groß ist. Mein Gehege besteht bis zu 1 m Höhe aus festem Draht. Die restliche 80 cm in der Höhe sowie die gesamte Überspannung des Geheges habe ich mit einem stabilen Netz gemacht, in das Draht mit eingewickelt ist. Selbst wenn mal einige Zentimeter Schnee darauf liegen, biegt es sich nur durch und geht nicht kaputt. So muß ich auch nachts die Enten nicht anbedingt in ihr Entenhaus einsperren. Sie gehen freiwillig oder auch nicht. Als Teich habe ich einen schwarzen Kunststoffteich aus dem Baumarkt genommen ( ca. 650 l). Wenn ich daheim bin, können die Enten raus und unser ganzes Gelände benutzen. Sie sind sehr standorttreu, mir ist trotz eines vielerorts fehlenden Zaunes bis jetzt noch keine Ente verloren gegangen. Als Entenhaus habe ich ein ca. 4 m² großes und 1,8 m hohes Holzhäuschen. Als Einstreu hat sich eine Schicht Sägespäne, auf die eine Schicht Stroh kommt, bewährt. Ich füttere Pellets und Weizen. Den Rest können sie sich im Auslauf auf der Wiese selber suchen.

Nachzucht der Smaragdenten

Smaragdenten fangen im April an mit legen. Die ersten Eier sind recht dunkel und werden mit zunehmender Anzahl immer heller. Die Ente legt fast jeden Tag ein Ei, nur ab und zu wird mal ein Tag ausgelassen. 2010 legte meine Ente 20 Eier, von denen ich die 4 erstgelegten wegnahm, da nicht mehr alle Eier unter die Ente passten. Während der Legezeit verlässt die Ente das Nest noch fast den ganzen Tag. Nur wenn es nochmal sehr kalt wird, sitzt sie auch zwischendurch mal kurz auf den Eiern, damit sie nicht zu kalt werden. Wenn das letzte Ei gelegt ist, dann fängt sie fest an zu brüten. Jetzt verlässt die Ente ihr Nest nur noch kurze Zeit um zu fressen oder zu baden. Nach 28 Tagen schlüpfen die jungen Entchen. Sie schlüpfen gleich unter die Mutter, die sie noch einige Tage ab und zu wärmt. Wenn alle geschlüpft sind, wird auch gleich das erste Bad genommen. Aus der Pürzeldrüse, die sich auf dem Schwanzansatz befindet, sondern die Enten ein Sekret ab, mit dem sie sich einreiben. Das bewirkt, dass das Wasser beim Schwimmen abperlt. Die frisch geschlüpften Jungen können das noch nicht. Das übernimmt die Mutter für sie. In ihrer Jugend fressen die Entchen sehr gern tierisches Futter. Dazu zählen Mehlwürmer, Heimchen, Heuschrecken und Spinnen. Die kleinen Smaragdenten wachsen sehr schnell.

 

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